Von Diadochos

Wer stets in seinem Herzen zu Hause ist, weilt gänzlich fern von den angenehmen Früchten des Lebens. Da er nämlich im Geist wandelt, kann er die Begierden des Fleisches nicht kennen? Ein solcher schreitet ja fürderhin innerhalb der Festung der Tugenden umher und hat eben diese Tugenden sozusagen als Torhüter. Darum richten auch die Anschläge der Dämonen bei ihm nunmehr nichts mehr aus.

Treffend sagte der Heilige, daß die Anschläge der Feinde wirkungslos bleiben — nämlich wenn wir irgendwo drunten in der Tiefe unseres Herzens weilen, und umso mehr, als wir dort lange Zeit verbringen. — Doch weiß ich, daß mir die Zeit ausgehen wird, wenn ich in die vorliegende Erörterung die Worte aller Väter aufnehmen will. Darum will ich noch einen oder zwei erwähnen und dann die Rede zu Ende führen.

(Philokalie_4/Nikephoros)

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